
Und schon ist es wieder vorbei: Rock am Ring 2019. Dieses Jahr war das Festival wirklich besonders. Besonders windig, besonders kalt, besonders voll, aber vor allem: besonders gut!
Das Line Up dieses Jahr war ganz besonders toll… Zuerst zu erwähnen natürlich die Ärzte, die nach 6 Jahren Bühnenabstinenz endlich wieder vereint auftreten. Da ich kein großer Festival- und Konzertgänger war, bevor ich Malte kennengelernt habe, hatte ich somit noch nie die Chance, die Ärzte live zu sehen. Das hat sich nun geändert und das Konzert war wirklich ein Ausnahmezustand, so voll habe ich es auf der Volcano Stage bei Rock am Ring noch nie erlebt!
Nicht weniger wichtig zu erwähnen ist dann Tenaciuos D! Der letzte Festivalauftritt bei Rock am Ring 2016 wurde, gerade als ich in der zweiten Reihe war – bereit zum abrocken, aufgrund von Unwetter verschoben. Den Folgeauftritt nach dem Gewitter habe ich dann leider nicht gesehen… Umso besser, dass Jack Black und Kyle Gass in diesem Jahr da waren. Das Konzert war einfach mit Abstand das beste für mich!
Insgesamt habe ich dieses Jahr so viele Bands gesehen wie nie. Dabei waren Acts wie Palisades, The Bosshoss, Fever 333, Like a Storm, Bring me the Horizon, Three Days Grace, Atreyu und Slipknot.

Aber fangen wir mal von vorne an. Am Mittwochmorgen sind wir gegen 11 Uhr zeitgleich mit Fabian und Kira gestartet. Wir sind relativ gut durch den Verkehr gekommen und dadurch schon gegen 16:30 Uhr an der letzten Tanke vor dem Nürburgring gewesen – dem letzten Treffpunkt.
Obwohl der angesteuerte Parkplatz zum Greencamp bereits voll besetzt war, konnten wir auf einem sehr nahe gelegenem kleinen Parkplatz parken. Die Campingfläche war zu einem Teil noch komplett leer, sodass wir frei Wahl bei unserem Platz hatten, wir entschieden uns für einen Platz etwas weiter oben, damit uns mögliche Regengüsse nicht zu hart treffen.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit aufbauen, schleppen und Bier trinken. Abends wurden wir dann von einem ungemütlichen Unwetter besucht. Obwohl die Durchsage gemacht wurde, man solle doch lieber in seine Autos gehen, entschieden wir uns dafür, im Zelt zu bleiben – alles ist stehen geblieben und sogar unser Pavillon hat es ohne Probleme überlebt. So richtig ungemütlich wurde es dann eigentlich am Donnerstag und Freitag, als es nur noch besonders stark geweht hat und dadurch saukalt war! Da wurden wir sogar von den Ordnern gebeten, alle Pavillons abzuplanen, damit nichts durch die Gegend fliegt. Also ich war teilweise wirklich beeindruckt, dass unser Zelt diese Windstärken überstanden hat.

Am Freitag ging es dann bereits mittags los mit Palisades.
Zwar wusste der Reporter im Radio nicht, wie der Bandname richtig ausgesprochen wird, aber die Jungs haben wirklich einen sehr guten Festivalauftakt hingelegt!

Dann haben wir uns noch ein paar T-Shirts von den Merchandise-Buden gekauft. Dabei waren Rock am Ring T-Shirts, In Flames, Parkway Drive und A Day to Remember.
Das Halestorm Konzert haben wir ausfallen lassen, um im Camp noch etwas zu essen, außerdem sind wir dieses Jahr noch bei dem Konzert in Hamburg!
Also sind wir dann wieder zurück ins Camp gegangen. Abends war dann noch unter anderen das Konzert von Beartooth, zu dem ich sehr gerne gegangen wäre. Leider war mir an dem Abend besonders kalt, dass ich mich überhaupt nicht mehr aufraffen konnte, nochmal nach oben auf das Festivalgelände zu gehen. Also blieb ich im Zelt und sah etwas ganz Besonderes:
Der feuerrote Abendhimmel 🙂
Glücklicherweise stand der Wind – der ja wirklich ziemlich stark war – genau richtig, sodass ich abwechselnd die Songs von SDP und Beartooth hören konnte und dabei im warmen Bett lag! 🙂
Am Samstag ging es dann wieder schon kurz nach dem Mittag auf das Festivalgelände für Fever 333 – auch ein echt geiles Konzert! Es macht einfach immer besonders viel Spaß zu sehen, wie die Bands selber Spaß haben. Die Stimmung ist dann immer super. Am besten ist, dass heute noch ein Ticketalarm für ein neu angekündigtes Konzert von Fever 333 in Hamburg kam. Da sind wir natürlich dabei!

Außerdem haben wir dann am Samstag noch Three Days Grace, I Prevail, Die Ärzte und Bring me the Horizon gesehen.

Am letzen Festivaltag hatten wir dann endlich mal so richtig Glück mit dem Wetter. Wieder mal ging es bereits Mittags hoch auf das Festivalgelände, beginnend mit Atreyu, Godsmack und Amon Amarth. Alle Bands haben mich positiv überrascht und es war mal richtig schön und besonders entspannt – ohne Gedränge – an der Volcano Stage zu stehen. Und das bei guten Wetter! 🙂
Mein persönliches Highlight kam dann aber erst zum Abend – im Sonnenuntergang ♥. Zu The Bosshoss haben wir uns bereits für die Zone A angestellt, um möglichst weit vorne zu stehen. Leider sind wir nur in Zone B gekommen, das war aber auch völlig ausreichend, schließlich mussten wir ja auch noch The Bosshoss „aushalten“, um danach Tenacious D zu sehen! KG und JB sind einfach super und es war so besonders gut, die beiden endlich mal live zu sehen!!! Ich schwärme noch immer von dem Konzert. 😀 Und direkt im Anschluss war noch das Slipknot Konzert auf der Vulcano Stage, was ein perfekter Abschluss dieses geilen Tages war!
Wobei der kommt eigentlich noch. Als wir uns dann auf den Weg zurück in usner Camp gemacht haben, startete plötzlich ein schönes Feuerwerk über der Nürburg. Das war wirklich der krönende Abschluss für ein wieder mal wunderbares Rock am Ring! Die ersten, ungemütlichen Tage waren da schnell wieder vergessen.

Nun noch ein kurzer Exkurs zum Thema Umweltschutz auf Festivals, da dieses Thema aktuell ja in den Nachrichten relativ häufig aufkommt. Bei Rock am Ring haben wir im so genannten „Green Camp“ unsere Zelte aufgeschlagen. Damit verpflichten wir uns, den Müll zu sammeln, abzugeben und alles, was wir mitgebracht haben auch wieder mit nach Hause zu nehmen. So richtig „Green“ ist das Ganze also nicht, sondern eher selbstverständlich. Mit sieben Personen in unserem Camp haben wir in 5 Tagen einen großen Müllsack vollgemacht. Gut, dass es kein Müllpfand mehr gibt – denn dafür musste man pro Person einen gefüllten Müllsack abgeben, um 10€ zurückzubekommen. Das hat man häufig gar nicht hinbekommen, weil man gar nicht so viel Müll produziert!

Mit Mülltrennung haben wir uns auf einem Festival bisher nicht auseinandergesetzt. Immerhin trennen wir zumeist noch den Pfand vom restlichen Müll… 😉
Am kommenden Wochenende beim Hurricane wird es nun zum ersten Mal so sein, dass zusätzlich zu einem schwarzen Müllsack auch ein gelber Sack verteilt werden soll, damit man den Müll entsprechend trennen kann. Ich bin gespannt, wie das funktionieren wird und von den Gästen angenommen wird!
Abschließend kann ich nur sagen: Die Konzerte waren geil! Ich habe wohl noch nie so viele Bands auf einem Festival gesehen. Und das Wetter war typisch für Rock am Ring. Ich bin auf jeden Fall noch heiß auf Festivals und freue mich daher auf das nächste Wochenende, wenn ich gemeinsam mit Svenja zum Hurricane fahre!
Liebe Grüße und bis bald
Eure Jenni




